Gemeinde Schlier

Am Bergle

Klimaneutrales Neubaugebiet

(2018-2022)

Auftraggeber

Gemeinde Schlier
(Baden-Württemberg)

Projektgebiet

Neubaugebiet mit 79 Wohneinheiten und 3,2 ha Fläche

Leistungen

Potentialstudie, Machbarkeitsstudie, Realisierungsförderung

Herausforderung

„Echte Klimaneutralität“ – das war das Ziel der Schlierer Bürgermeisterin Katja Liebmann. Die Gemeinde beauftragte deshalb 2018 schäffler sinnogy, zusammen mit den Partnern für Klimaneutrale Energiekonzepte, eine Lösung zu finden, mit der das Neubaugebiet klimaneutral mit Strom, Wärme und Mobilität versorgt werden kann. Inzwischen sind die ersten Gebäude bezogen und erhalten klimaneutralen Strom vom eigenen Dach und klimaneutrale Wärme aus dem Boden.

Interview mit Bürgermeisterin Katja Liebmann

Konzept

Das Versorgungskonzept beinhaltet:

  • Erdwärmesonden
  • kaltes Nahwärmenetz
  • gebäudeindividuelle Wärmepumpen
  • gebäudeindividuelle PV-Anlagen
  • Ladeinfrastruktur für Elektromobilität (optional)
  • Mindeststandard Effizienzhaus EH 55

Klimaneutralität: Das Neubauquartier wird klimaneutral mit Wärme, Haushaltsstrom und zum Großteil auch mit Ladestrom versorgt werden.

Bauplan „Am Bergle“, Klimaneutrales Neubaugebiet in Schlier

Lageplan „Am Bergle“ (© Gemeinde Schlier)

Umsetzung

Als ersten Schritt beauftragte die Gemeinde schäffler sinnogy und das Planungsbüro Roland Reiter, eine Potentialstudie durchzuführen, um die lokal nutzbaren Potentiale zu ermitteln und die möglichen Versorgungskonzepte zu konzipieren. Ergänzend dazu wurde eine Erkundungsbohrung mit Thermo-Response-Test beauftragt. Die Ergebnisse waren vielversprechend, so dass die Planer beauftragt wurden, eine BAFA-geförderten Machbarkeitsstudie durchzuführen, um die Quellenanlage, das Wärmenetz und die Wärmepumpen zu dimensionieren sowie die Wirtschaftlichkeit im Vergleich zu einer gebäudeindividuellen Wärmeversorgung zu verglichen.

Vortrag zum Bauprojekt von Bürgermeisterin Katja Liebmann

Der Gemeinderat entschied sich dann für die gemeinschaftliche Versorgung. Für die Umsetzung wurde anschließend im Rahmen einer Ausschreibung ein Wärmeversorger gewonnen, der alle Anlagen investiert, baut und für rund 20 Jahre betreibt. Die Machbarkeitsstudie wurde von der BAFA mit 50 %, die Investitionskosten mit rund 38 % gefördert. Die Fördermittel werden an die Bauherren weitergegeben und führen zu entsprechend günstigen Arbeits- und Grundpreisen.

Flug mit Drohne über das Baugebiet

Förderung

Die Förderung der Planungs- und Investitionskosten erfolgt durch das BAFA-Förderprogramm Wärmenetzsysteme 4.0.

geplantes Fördervolumen ca.

Referenz

Katja Liebmann

Bürgermeisterin Schlier

„Eine klimaneutrale Energieversorgung von Neubaugebieten ist heute schon möglich und bietet für Bauherren viele Vorteile, auch hier im ländlichen Raum.

Gemeinsam mit seinen Partnern hat schäffler sinnogy uns aufgezeigt, wie dies möglich ist und uns durch den gesamten Prozess mit vielen Ideen und fachlicher Kompetenz begleitet: Von der Erstellung des Energiekonzepts, über die Ausschreibung des Quartiersversorgers bis hin zur Fördermittelgewinnung.“

Impressionen

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