©Faerber Architekten

Mainz

 Alte Brauerei in Mainz

Konversionsquartier

(2020-2023)

Auftraggeber

Süwag Grüne Energien und Wasser AG & Co. KG (Hessen)

Projektgebiet

Neubaugebiet mit 6,5 ha und 180 Wohneinheiten

Leistungen

Potentialstudie, BAFA-geförderte Machbarkeitsstudie Wärmenetzsysteme 4.0

Herausforderung

Im Auftrag des Bauträgers Fischer & Co. GmbH & Co. KG möchte die Süwag Grüne Energien und Wasser AG & Co. KG das Neubaugebiet „Ehemalige Brauerei Wormser Straße“ möglichst klimaneutral mit Wärme, Strom und Elektromobilität versorgen. Bis Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts wurde das Gelände von der Rheinischen Brauerei genutzt. Für das geplante Bauprojekt werden, abgesehen vom ehemaligen Hauptgebäude, alle Gebäude des Areals abgerissen. Das Energiekonzept steht dabei vor der Herausforderung, dass der Bebauungsplan nur wenig Freifläche im Areal vorsieht, was die Planung und Nutzung regenerativer Quellen sehr anspruchsvoll macht.

Das Areal

Konzept

Das Versorgungskonzept beinhaltet:

  • Nutzung bestehender Grundwasserbrunnen
  • kaltes Nahwärmenetz
  • gebäudeindividuelle Wärmepumpen
  • gebäudeindividuelle PV-Anlagen
  • Ladeinfrastruktur für Elektromobilität in der Tiefgarage
  • Effizienzhausstandard: mind. EH 55

Klimaneutralität: Die Gebäude des Neubauquartiers werden weitgehend klimaneutral mit Wärme, Strom und Elektromobilität versorgt.

Plan "Ehemalige Brauerei Wormser Straße" in Mainz

Bauplan „Ehemalige Brauerei, Wormser Straße“

Umsetzung

Im ersten Schritt untersuchte die Süwag eine mögliche Energieversorgung des Areals auf Basis von PVT-Anlagen und einem Eisspeicher. Ergänzend dazu wurde schäffler sinnogy beauftragt, im Rahmen einer Potentialstudie die Möglichkeit einer klimaneutralen Wärmeversorgung auf Basis von Grundwasser in Kombination mit einem kalten Nahwärmenetz und gebäudeseitigen Wärmepumpen zu untersuchen. Die Ergebnisse zeigten, dass die Versorgungsvariante mit Grundwasser deutlich vorteilhafter war als die ursprünglich betrachtete Variante.

Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie wurde dann als Erstes ein Pumpversuch durchgeführt, um das nutzbare Potential der Grundwasserbrunnen der ehemaligen Brauerei zu ermitteln. Obwohl die Brunnen bereits vor rund 100 Jahren errichtet wurden und schon viele Jahrzehnte nicht mehr genutzt wurden, waren die Ergebnisse sehr positiv, so dass diese Variante im weiteren fachtechnisch geplant wurde.

Video-Diskussionsrunde zum Projekt

Ergänzend dazu wurden die PV-Anlagen, das Wärmenetz, die Wärmepumpen sowie die Ladeinfrastruktur inkl. Trafo im Detail dimensioniert. Eine multiphysikalische Simulation zeigte dann, wieviel Sonnenstrom mit Hilfe einer intelligenten Steuerung direkt im Quartier genutzt werden kann. Die Ergebnisse der Fachplanung liegen nun vor. Damit kann im nächsten Schritt der Antrag für die Investitionsförderung (Modul 2) erstellt und bei der BAFA eingereicht werden, um zügig mit den Erschließungsarbeiten beginnen zu können.

Die ehemalige Brauerei

Förderung

Die Förderung der Planungs- und Investitionskosten erfolgt durch das BAFA-Förderprogramm Wärmenetzsysteme 4.0.

geplantes Fördervolumen ca.

Referenz

Daniel Richter Suewag

Daniel Richter

Projektingenieur, Süwag Grüne Energien und Wasser AG & Co. KG

„Wir sind sehr zufrieden uns für schäffler sinnogy entschieden zu haben. Gerade die hohe Expertise von schäffler sinnogy im Bereich der Förderlandschaft ist für uns ein wichtiger Erfolgsfaktor bei der Umsetzung unseres Projektes.“

Impressionen

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