Bild: schäffler sinnogy

Die erfolgreiche Umsetzung eines klimaneutralen Energiekonzepts hängt im großen Maße von der Überzeugung und Begeisterung aller Beteiligten ab. Auf einem eigens für das Projekt “Waldburgwärme Solar 100“ anberaumten Bürgerabend zeigte die Gemeinde Waldburg eindrucksvoll, wie man die Bürgerinnen und Bürger sowohl fachlich als auch emotional von der gemeinsamen Reise überzeugt.

Rückendeckung für ein innovatives Projekt

Klimaneutral, krisenfest, versorgungssicher – das ist das Konzept “Waldburgwärme Solar 100“. Die 3000-Einwohner Gemeinde östlich von Ravensburg plant den Bau einer innovativen Nahwärmeversorgung, bei der ausschließlich Sonnenwärme als Wärmequelle genutzt wird. Gemeinsam mit der Firma cupasol wurde das Ingenieurbüro schäffler sinnogy damit beauftragt, im Rahmen einer Machbarkeitsstudie sowohl für ein Neubaugebiet als auch für den Anschluss weiterer Bestandsgebäude ein klimaneutrales Versorgungskonzept zu entwickeln.

Ein solch großes Projekt benötigt aber die Rückendeckung aller Beteiligten. „Ohne die Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger ist ein solches Projekt nicht tragfähig und darum müssen solche Entscheidung stets gut begründet und vor allem nachvollziehbar kommuniziert werden“ betont Bürgermeister Michael Röger. Doch die Gemeinde Waldburg geht noch einen Schritt weiter. Sie möchte die Menschen nicht nur fachlich, sondern auch emotional von dem Projekt überzeugen. Um dies zu erreichen, beauftragte man eigens für das Projekt eine professionelle Kommunikationsagentur aus der Region.

Kommunikationskonzept mit Charme

Gemeinsam mit der Agentur D-Werk entwickelte man dabei nicht nur den Namen „Waldburgwärme Solar 100“, einen optisch ansprechenden und leicht verständlichen Informationsprospekt sowie eine eigene Internetseite (www.waldburgwaerme.de). Man überlegte sich auch ein schlüssiges Konzept, wie man bei den Infoabenden den Bürgerinnen und Bürgern mehr als nur trockene Zahlen & Fakten bieten konnte.

„Wir wollten die Menschen emotional positiv einstimmen und dafür sorgen, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger den Weg zur Veranstaltung finden“, so Bürgermeister Röger. So wurde nicht nur die örtliche Jugendmusikkapelle für die musikalische Untermalung des Abends engagiert. Die eigentliche Projektpräsentation wurde im Laufe des Abends auch immer wieder durch die Auftritte eines Kabarettisten aufgelockert. Mit viel Witz sorgte der Entertainer Bernd Kohlhepp dabei für viele herzhafte Lacher, verstand es gleichzeitig aber auch, geschickt das wichtige Thema des Abends immer wieder humorvoll in sein Programm zu integrieren, wie folgende Ausschnitte aus seinem Programm belegen.

Erfolgreiche Überzeugungsarbeit

Für Michael Röger war der Abend ein voller Erfolg. „Die Halle war voll und wir haben sehr viele unserer Fragebögen ausgefüllt zurückerhalten“. Gefolgt wurde der erste Infoabend von einer zweiten Veranstaltung, in der noch einmal tiefer auf die Fragen der Bürgerinnen und Bürger eingegangen wurde. Gerade dieses Gesamtpaket aus Unterhaltung, Fakten und offenem Diskurs habe für viel Begeisterung im Gemeinderat und auch der Bürgerschaft gesorgt. Ein kreativer Kommunikationsansatz, den Michael Röger anderen Gemeinden nur wärmstens empfehlen kann.

Natürlich hätte man auch weniger Aufwand betreiben können, „doch dann wäre das Thema nicht so positiv besetzt gewesen, weniger Menschen zur Veranstaltung erschienen und deutlich mehr kritische Rückfragen eingegangen“. Bei solch einem wichtigen Projekt muss man einfach „alle Möglichkeiten ausschöpfen, um möglichst viele Menschen zu erreichen“, so Röger. So zeigt die Gemeinde Waldburg eindrucksvoll, wie erfolgreiche moderne Bürgerkommunikation heutzutage aussehen kann und wie auch andere Kommunen ihre Bürgerinnen und Bürger mit auf die gemeinsame klimaneutrale Reise einschwören können.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zu dem Projekt erhalten Sie auf www.waldburgwaerme.de

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