Bild: schäffler sinnogy

Mit dem neuen Förderprogramm „Klimafreundliches Bauen“ wird sich der Fokus der Gebäudeförderung in Deutschland verschieben. Wir werfen einen Blick darauf was bereits jetzt über die neue Förderung bekannt ist und welche Konsequenzen für den Neubau zu erwarten sind.

Neues Förderprogramm ab 2023

Wie vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klima (BMWK) angekündigt, soll 2023 im Neubaubereich die aktuelle Bundesförderung Effiziente Gebäude (BEG) durch ein neues Förderprogramm „Klimafreundliches Bauen“ abgelöst werden.

Gemäß Medieninformationen hängt die konkrete Ausgestaltung noch von den aktuellen Haushaltsverhandlungen ab. Nach Verabschiedung des Haushalts durch den Bundestag sollen dann die Details des Förderprogramm bekannt gegeben werden. Dies könnte noch im Sommer erfolgen.

Klar ist auf jeden Fall, dass die Regierung künftig den Fokus der Gebäudeförderung auf die Sanierung des Altbaubestands legen wird, da dort höhere Energie- und CO2-Einsparpotenziale erschlossen werden können. Im Neubau hingegen sollen nur noch nachhaltige Gebäude mit einem hohen Effizienzstandard (EH40 bzw. EG40) gefördert werden.

Stufenbasiertes Fördermodell

Die Neubauförderung soll es dabei in zwei Stufen geben:

  • Als Basis-Förderung ist eine vereinfachte Ökobilanzierung vorgesehen. Diese Bilanzierung soll von Energieberatern durchführbar sein, die hierfür eine wohl nicht verbindliche Weiterbildung von wenigen Tagen absolvieren müssen. Die Ausbildungsinhalten hierfür lassen die aktuell die Ministerien entwickeln.
  • Die Premium-Förderung mit einem zusätzlichen Förderbonus sollen hingegen nur Gebäude mit einem ggf. angepassten „Qualitätssiegel Nachhaltige Gebäude“ (QNG) erhalten. Die Zertifizierung soll wie aktuell voraussichtlich nur zertifizierte Berater durchführen können. Im Markt gibt es aktuell vier verschiedene Zertifizierungssysteme. Ein staatliches System ist nicht vorgesehen.

Zudem ist geplant, dass im Herbst weitere Typen von Nichtwohngebäuden für die Zertifizierung definiert werden. Als einheitliche Datenbasis für QNG soll die Ökobaudat genutzt werden, auf die Softwareanbieter über Schnittstellen zugreifen können.

Start der Förderung „Klimafreundliches Bauen“ soll Anfang 2023 sein. Ob bis dahin allerdings alle Details ausgearbeitet sind und die Antragsprozesse stehen, ist noch offen.

Quelle: Energie Kompakt 03/22 – Fachmagazin des Energieberaterverband GIH

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